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Eine Fahrt in die jüngste Vergangenheit.




und hier noch der 2. Teil der Gegenüberstellung 20 Jahre später







MYTHEN UND SAGEN

 
Wie die Stralsunder zu den Spottnamen "Hans Katte" kamen
 
Neben den Anklamern und Greifswaldern, hatten auch die Stralsunder in der Vergangenheit einen Spottnamen, nämlich Hans Katte.
Manche meinen, er komme von der Gewohnheit des Katzenbeißens in den Fastnachten her. Doch ist er durch folgende Begebenheit entstanden: Vor langen Jahren entstand auf einmal in der Stadt das Gerücht, daß auf dem Sankt-Nicolaus-Kirchturm ein Fuchs sei. Gleich liefen alle Bürger zusammen, und sie bewaffneten sich mit Spießen, Schwertern und allerlei anderen Waffen und zogen zu Felde gegen den Fuchs, als wenn es ein gefährlicher Feind wäre. Wie sie aber in den Turm kamen und dort lange hinter dem Feind gejagt hatten, erkannten sie endlich, daß sie eine Katze gejagt hatten, die im Turm auf Mäusejagd war. Die Sache wurde alsbald ruchbar, und die Stralsunder erhielten von nun an den den Spottnamen Hans Katte! 
Und wenn der damalige Landesherr, Pommernmherzog Philipp Julius, über die Stralsuinder ungehalten war, pflegte er zu sagen "Wir wollen doch sehen, ob die Greifenklauen nicht tiefer greifen als die Katzenklauen.
 
Quelle: Temme, J.D.H.: Die Volkssagen von Pommern und Rügen. Berlin: Nicolai 1840.         
 

 


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