Home 17. Jahrhundert

1616

Die „Bauern- und Schäferordnung” für das Herzogtum Stettin erlaubt das Bauernlegen. 

200 Soldaten werden auf Bitten der Lehnsleute angeworben, um die Lande Lauenburg und Bütow vor polnischen Soldaten zu schützen. 

1617

Herzog Philipp II. von Stettin erwirbt aus Augsburg den „Pommerschen Kunstschrank”. 

Das Stettiner Hofgericht zwingt die v. Massow, Rummelsburg das Stadtrecht zu gewähren.

1618

Der Rostocker Mathematikprofessor Eilhard Lubin entwirft für Herzog Philipp II. eine große Karte von Pommern. 

Propst Librarius von Deutsch-Krone holt Jesuiten zur Durchführung der Gegenreformation in die Stadt.

Beginn des Dreißigjährigen Krieges (bis 1648).

1620

Auf dem Rabenstein bei Stettin wird Sidonia v. Borcke nach einem Hexenprozess mit hochnotpeinlicher Befragung hingerichtet und verbrannt.

1625

Herzog Bogislaw XIV tritt die Regierung an. Pommern ist wieder vereinigt.

1627

In der Kapitulation von Franzburg muss Herzog Bogislaw 10 Regimenter Wallensteinscher Truppen, insgesamt 22000 Soldaten, zum Schutz gegen eine schwedische Invasion in Pommern einquartieren und versorgen. 

Wallensteins Truppen belagern erfolglos Stralsund.

1630

König Gustav II. Adolf von Schweden landet mit einem Invasionsheer bei Peenemünde

1634

Eine Regimentsverfassung wird erlassen, um eine Regierung Pommerns nach dem Tod des erbenlosen Herzogs Bogislaw XIV. zu sichern und eine Machtübernahme durch die Schweden zu verhindern.

1637

Am 10.3. stirbt Herzog Bogislaw XIV, mit ihm erlischt das Greifengeschlecht. Die Lande Lauenburg und Bütow fallen als erledigtes Lehen an Polen zurück.

1638

Der brandenburgische Kurfürst Georg Wilhelm hat einen Lehnsbrief des Kaisers erhalten. Die „fürstlich pommerschen hinterlassenen Räte” treten von ihren Ämtern zurück. Schweden übernimmt die Verwaltung des Landes.

1640

Der Stettiner Rektor]ohannes Micraelius schreibt seine „Sechs Bücher vom alten Pommernland”.

Baldenburger Bürger erschießen den katholischen Pfarrer Simon Martin in der Kirche und äschern ihn ein. 

Die Herzogswitwe Hedwig von Braunschweig gründet in Neustettin ein protestantisches Gymnasium.

1648

Im Westfälischen Frieden erhält Brandenburg Hinterpommern und das Bistum Cammin. Schweden erhält Vorpommern mit Stettin, Rügen und einen Landstreifen östlich der Oder.

1650

Herzog Ernst Bogislaw von Crov letzter Titularbischof von Cammin, muss gegen eine Zahlung von 100000 Talern auf alle Rechte im Bistum zugunsten der Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg verzichten.

1653

Im Stettiner Grenzrezeß wird die Teilung Pommerns festgeschrieben; Brandenburg übernimmt die Verwaltung von Hinterpommern. 

Herzog Ernst Bogislaw von Croy wird Statthalter von Hinterpommern.

1654

Herzog Bogislaw XIV. wird in der Gruft der Stettiner Schlosskirche beigesetzt. 

Eine „Regimentsverfassung” ordnet die Verwaltung im brandenburgischen Pommern.

1655

König Karl X. Gustav führt den schwedisch-polnischen Krieg (1655-1657), in dessen Verlauf Mittelpommern verwüstet wird.

1657

Brandenburg gewinnt im Bromberger Vertrag als polnischer Verbündeter Lauenburg und Bütow, später Draheim (1668) als erbliches Lehen von Polen.

1660

Im Frieden von Oliva wird die Souveränität Preußens allgemein anerkannt.

1663

Der Landtag in Wolgast erlässt die „Regimentsform der Königlich Schwedisch-Vorpommerschen Regierung”.

1665

Die Jesuiten in Deutsch-Krone gründen eine höhere Schule, vor allem für Söhne des pommerschen Adels, das später berühmte „Athenäum”.

1669

Michael Birgel baut im Auftrag Herzog Ernst Bogislaws von Croy die schönste Orgel Pommerns im Camminer Dom.

1674

Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg führt Krieg gegen Schweden (1674-1679) und erobert ganz Vorpommern.

1679

Im Frieden von St. Germain muss der Kurfürst ganz Vorpommern bis auf den Landstreifen östlich der Oder wieder an die Schweden herausgeben. 

1685

Nach dem Edikt von Potsdam nimmt Brandenburg-Preußen französische Hugenotten auf.

1689

In Stargard wird eine Münze eröffnet, die für Pommern einheitliche Münzen herausgibt herzogliche und polnische Münzen werden aus dem Verkehr gezogen.

1694

Brennt die Stadt Regenwalde bis auf vier Häuser ab.

 


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