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1504

Der Rat der Stadt Treptow a. d. Rega beruft Johannes Bugenhagen zum Rektor der dortigen Lateinschule.

1521

Herzog Bogislaw X. erhält auf dem Reichstag von Worms am 28.5. von Kaiser Karl V einen Lehnsbrief für ganz Pommern. 

Johann Knipstro predigt in Pyritz die Lehre Luthers.

1522

Herzog Bogislaw X. säkularisiert als erster deutscher Reichsfürst ein Kloster, das z. T verlassene Prämonstratenserkloster Belbuck.

1526

Die Herzöge Georg und Barnim IX. erhalten in Danzig von König Sigismund von Polen einen Lehnsvertrag für die Lande Lauenburg und Bütow.

1529

Grimnitzer Vertrag verzichten die brandenburgischen Kurfürsten endgültig auf die Lehnshoheit über Pommern, behalten aber die Eventualerbfolge.

1530

Auf dem Reichstag in Augsburg verleiht Kaiser Karl V. den Herzögen Pommern als reichsunmittelbares Herzogtum.

1532

Pommern wird in die Herzogtümer Wolgast für Herzog Philipp I .und Stettin für Herzog Barnim IX. geteilt.

1534

Auf dem Landtag von Treptow soll die Einführung der Reformation beschlossen werden. Der Auszug des Adels und des Bischofs verhindern einen förmlichen Beschluss. Trotzdem führt Bugenhagen mit Billigung der Herzöge die Reformation durch. Die Klöster werden säkularisiert, Mönche und Nonnen vertrieben.

1535

Bugenhagen veröffentlicht die neue Kirchenordnung. 

König Ferdinand fordert von den Herzögen den Klosterbesitz für die Orden zurück.

1536

Martin Luther traut Herzog Philipp I. von Wolgast mit Maria von Sachsen, Tochter des Kurfürsten Johann des Beständigen.

Der Wolgaster Kanzleisekretär Thomas Kantzow verfasst die Pomeranian (1536-1542), eine Chronik Pommerns, zuerst in niederdeutscher, dann erweitert in hochdeutscher Sprache. 

1537

Vor dem Bauernlegen in Vor- und Mittelpommern geflohene Bauern gründen bei Neustettin das Dorf Galow.

1539

Herzog Philipp I. eröffnet die Greifswalder Uni als streng lutherische Hochschule neu.

1544

Bischof Erasmus von Manteuffel, letzter katholischer Bischof von Cammin, stirbt in Bast. 

In Basel erscheint die „Cosmographia” von Sebastian Münster, wo unter anderem eine Beschreibung Pommerns und die erste gedruckte Landkarte von Pommern zu finden ist.

1551

Der evangelische Bischof Martin Weiher erhält von Papst Julius III. in einer Bulle vom 5. 10. eine päpstliche Bestätigung. Er lässt sich jedoch nicht weihen.

1559

Eine Visitationskommission in Stettin leitet das systematische Bauernlegen ein.

1568

Beginn des Baues einer Wasserleitung in Demmin.

1569

Herzog Barnim IX. von Stettin tritt von seinem Amt zurück und übergibt sein Herzogtum seinem Neffen Herzog Johann Friedrich. 

Im Saaler Bodden wird nach Grenzstreitigkeiten die Grenze zwischen Pommern und Mecklenburg festgelegt, die bis 1945 bestand hatte.

1572

Das Stettiner Handelshaus der Loitz geht Bankrott.

1582

Herzog Bogislaw XIII. von Barth gründet in Barth die „Fürstliche Druckerei", die dritte in Pommern.

1587

Herzog Bogislaw XIII. gründet Franzburg als Stadt für Künstler, Kaufleute und Gewerbetreibende.

1588

Hans Witten druckt in Barth die berühmte niederdeutsche Barther Bibel.

 


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