Home 19. Jahrhundert

1803

Ernst Moritz Arndt veröffentlicht seinen „Versuch einer Geschichte der Leibeigenschaft in Pommern und Rügen”.

1805

König Gustav IV. von Schweden schließt mit Russland einen Bund gegen Kaiser Napoleon. 

König Friedrich Wilhelm II. von Preußen versucht, Norddeutschland neutral zu halten.

1806

König Gustav IV. von Schweden hebt in Vorpommern die Leibeigenschaft auf. Der Bauernstand kann jedoch nicht mehr wiederbelebt werden. 

Nach der Niederlage Preußens bei Jena und Auerstädt flüchten Behörden und Minister aus Berlin nach Stettin. 

Generalleutnant v. Romberg übergibt die Festung Stettin kampflos den Franzosen.

1807

Die Belagerung der Festung Stralsund und deren Folgen für Vorpommern.

Kolberg wird bis zum Frieden von Tilsit erfolgreich gegen die Franzosen verteidigt. 

General v. Blücher wird zum Generalgouverneur von Pommern und Neumark. 

Das Gebiet um Schneidemühl muß an das von Napoleon geschaffene Großherzogtum Warschau abgetreten werden.

 


1808

Die Steinsche Städteordnung bringt den Städten die Selbstverwaltung und Unabhängigkeit von adligen Grundherren

1809

Schills Zug nach Stralsund und sein Ende. Tagebuch eines Vertrauten.



Freiherr Ferdinand von Schill fällt in Stralsund im Kampf gegen die Franzosen.

 



1810

In Preußen wird die Guts- und Erbuntenänigkeit aufgehoben.

1811

Napoleons Armee zieht durch Pommern nach Russland.

1812

In Vorpommern wird die Dreifelderwinschaft durch die Feldgraswirtschaft, in Hinterpommern durch die brandenburgische Koppelwirtschaft ersetzt.

1815

Zur Verbesserung der Provinzialverwaltung wird das Amt des Oberpräsidenten geschaffen. Die neumärkischen Kreise Dramburg und Schivelbein werden der Provinz Pommern angegliedert. Auf dem Wiener Kongress wird Schwedisch-Pommern Dänemark zugesprochen, dieses tauscht es gegen das Herzogtum Lauenburg an der Elbe und 3,5 Millionen Taler mit Preußen.

1817

König Friedrich Wilhelm III. führt die Union der Lutheraner mit den Reformierten durch. Der Widerstand zahlreicher Pastoren führt zur Entstehung altlutherischer Gruppen, die z. T nach Amerika auswandern.

1818

In einer Verwaltungsreform werden territoriale Landkreise gebildet.

1821

Oberpräsident Sack wandelt die zunftartig gegliederte Kaufmannschaft Stettins in eine freie Korporation mit selbstgewählten Vorstehern um.

1822

Der Schuhmacher Johan Hartwig Schmidt wird in Stargard (Königsstraße) geboren.

1823

Pommern erhält mit Gesetz vom 01.07. eine landständische Verfassung mit einem eigenen Landtag.

1824

Die Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde wird in Stettin gegründet.

1825

Die Kreisordnung vom 17.08. teilt Pommern in 26 Kreise.

1826

Die „Kronprinzessin Elisabeth von Preußen", das erste Dampfschiff auf der unteren Oder, nimmt den Linienverkehr zwischen Stettin und Swinemünde auf.

1830

Kolberg wird Seebad.

1840

Kugler schuf mit seiner „Pommerschen Kunstgeschichte” die erste kunstgeschichtliche Darstellung einer Landschaft. 

Ferdinand Didier stellt erstmals in seiner Ziegelei in Podejuch feuerfeste Retorten her; sein Betrieb ist die erste pommersche Schamottefabrik.

1843

König Friedrich Wilhelm IV. eröffnet die erste pommersche Eisenbahnstrecke von Berlin nach Stettin.

1847

In Stettin, Stolp, Lauenburg, Köslin und anderen Städten kommt es zu Hungerkrawallen.

1851

Die Preußische Ostbahn nimmt die Strecke Kreuz-Schneidemühl-Bromberg in Betrieb. 

Der Stettiner Kaufmann Gustav Adolf Toepfer kauft auf der ersten Londoner Industrieausstellung die erste Dampfmaschine für die Landwirtschaft. 

Die Ingenieure Fürchtenicht und Brock gründen in Bredow die Vulkanwerft für Eisenschiffe.

1853

In Züllchow entsteht die erste deutsche Portland Zementfabrik, die „Stettiner Portland Zementfabrik AG”.

1857

Der Geheime Oberregierungsrat Dr. L. v. Beckedorf gründet auf seinem Gut in Grünhof, Kreis Regenwalde, das Aloysiusstift, das erste katholische nachreformatorische Kloster in Pommern.

1859

Baubeginn der Eisenbahnstrecke Stargard-Köslin-Stolp-Danzig.

1863

Baubeginn der Eisenbahnstrecke Stettin - Stralsund.

1872

In der Kreisreform vom 13.12. werden Stettin, Stralsund, Stolp und Stargard, später Greifswald und Kolberg kreisfrei. Der Kreis Fürstentum wird in die Kreise Kolberg-Körlin, Köslin und Bublitz aufgeteilt.

13. November: Die Küste von Pommern wird von einer schweren Sturmflut heimgesucht. Bis heute gilt das Hochwasser als schwerstes Sturmhochwasser der Ostsee. 271 verloren dabei ihr Leben, über 15.000 wurden obdachlos.

1873

Die Festungen Stettin, Kolberg und Stralsund werden aufgehoben.

1874

Baubeginn der Kaiserfahrt durch die Insel Usedom.

1890

Stettin erhält ein privates Elektrizitätswerk.

1897

Zwischen Saßnitz und Trelleborg/Schweden wird eine Postdampferlinie eröffnet. 

Graf Guido Henckel von Donnersmark gründet in Kratzwieck das Hochofenwerk „Kraft”.

1898

Kaiser Wilhelm II. eröffnet den Stettiner Freihafen.

 


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