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Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurden bereits vor Abschluss eines Friedensvertrages große Teile der preußischen Provinz Posen durch polnische Freischärler besetzt.

Zum 20. November 1919 wurden die Reste der Kreise Czarnikau, Filehne und Kolmar i. Posen der neuen Regierungsstelle in Schneidemühl (Verwaltungsbezirk Grenzmark Westpreußen-Posen) unterstellt. Ihr Zusammenschluss zum neuen Netzekreis erfolgte am 15. Dezember 1919.

Zum 11. Januar 1921 wurde der Verwaltungsbezirk „Grenzmark Westpreußen-Posen“ in „Grenzmark Posen-Westpreußen“ umbenannt. Am 1. Juli 1922 konnten endgültige Regelungen hinsichtlich der Reste der Provinz Posen getroffen werden. Es wurde die neue preußische Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen gebildet, in die der Netzekreis eingegliedert wurde. Dieser trat am 1. August 1922 zum neuen Regierungsbezirk Schneidemühl bei.

Zum 30. September 1929 fand im Netzekreis entsprechend der Entwicklung im übrigen Preußen eine Gebietsreform statt, bei der fast alle bisher selbstständigen Gutsbezirke aufgelöst und benachbarten Landgemeinden zugeteilt wurden.

Am. 1. Oktober 1938 wurde der Netzekreis nach der Auflösung der Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen in die Provinz Pommern eingegliedert. Der Regierungsbezirk „Schneidemühl“ erhielt aus Traditionsgründen die Bezeichnung „Grenzmark Posen-Westpreußen“.

Im Frühjahr 1945 wurde das Kreisgebiet durch die Rote Armee erobert und anschließend unter polnische Verwaltung gestellt.

Heute existiert der Landkreis in der Form nicht mehr. Große Teile gehören zum Kreis Powiat Czarnkowsko-Trzcianecki (Scharnikau-Schönlanke). Er ist ein Landkreis in der polnischen Woiwodschaft Großpolen.

 


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