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„... und wenn er vernichtet ist, so ist das Land verdorben.“  Die wechselvolle Geschichte der Stubnitz auf Rügen


„... und wenn er vernichtet ist, so ist das Land verdorben.“ 
Die wechselvolle Geschichte der Stubnitz auf Rügen
Frank Biederstaedt
Edition Pommern
ISBN 978-3-939680-10-9
112 Seiten mit zahlr. Abb.
€ 15,95 [D]
Größe 17cm x 24 cm




Beschreibung

In diesem Buch beschreibt Frank Biederstaedt lebhaft und gut recherchiert die Entwicklung der Stubnitz auf Rügen, ein Teil des heutigen Nationalparks Jasmund. Er beginnt bei der frühen Siedlungsgeschichte, beschreibt die Ausbreitung der Slawen und den immer größer werdenden Einfluss des Menschen auf die Natur. Als mit der wachsenden Bevölkerung der Holzverbrauch ansteigt, werden erste Holzverordnungen erlassen, um den Holzbestand zu schützen. Frank Biederstaedt schreibt nicht nur über die Versuche den Wald zu schützen, sondern auch über die verschiedenen Nutzungsarten und den Einfluss der Stadt Sassnitz. Der Autor beschreibt die Entwicklung des kleinsten Nationalparks Deutschlands von der Gründung 1990 bis hin zur Aufnahme als UNESCO-Weltnaturerbe im Juni 2011. Dieser hat sich in den letzten 20 Jahren zu einem wichtigen touristischen Anziehungspunkt entwickelt. An die Geschichte des Waldes schließt sich das Orts- und Wüstungsverzeichnis der Stubnitz und ihres unmittelbaren Umkreises an, welches einen interessanten Überblick über existierende und ehemalige Ortschaften und Gehöfte gibt. 

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Vorwort

Als Stubnitz wird die Waldlandschaft an der Ostküste der Halbinsel Jasmund bezeichnet, die sich von Sassnitz im Süden bis fast an die Ortschaft Lohme im Norden erstreckt. Im Osten wird sie durch die Kreideküste und die Ostsee begrenzt, im Westen verläuft sie entlang der Ortschaften Buddenhagen, Rusewase, Wüstung Falkenburg, Poissow, Jägerhof, Nipmerow und Ranzow. Sie ist vollständig Bestandteil des im Jahr 1990 gegründeten 3003 ha großen Nationalpark Jasmund. An sie schließen sich drei Waldgebiete an, die zwar eigene Namen aufweisen, aber nahtlos in die Stubnitz übergehen. Dies sind der Lenzbusch bei Sassnitz, das Sehlitzer Kratt und das Hohe Holz (ehemals Bestandteil des Spyckerschen Geheges). Die Stubnitz unterlag einer Jahrhunderte währenden Benutzung durch den Menschen. A ls einzige Holzquelle für die Halbinseln Wittow und Jasmund wurde sie besonders ab der frühen Neuzeit durch übermäßige Holzentnahme in Mitleidenschaft gezogen. Mehrere Holzordnungen schafften es kaum, die Misswirtschaft in der Stubnitz zu bekämpfen. Ab 1858 wurde dann ein geordneter Betriebsplan mit einer Einteilung in verschiedene Schutzbezirke eingeführt um ein normales Altersklassenverhältnis herzustellen. So achtete man nun verstärkt auf die Naturverjüngung und schuf durch Buchenballenpf lanzungen nach und nach einen Schutzgürtel gegen die Seewinde. Die Stubnitz war mehrere Jahrhunderte ohne nennenswerte Schutzmaßnahmen, abgesehen von den Holzordnungen, die aber im Wesentlichen wirtschaftlichen Interessen dienten, der übermäßigen Nutzung des Menschen ausgesetzt. Diverse Schutzmaßnahmen innerhalb des 20. Jahrhunderts und letztlich die Ausweisung zum Nationalpark Jasmund im Jahr 1990 trugen dazu bei, den Lebensraum Stubnitz in ihrer Artenvielfalt und landschaftlichen Schönheit auch für nachfolgende Generationen zu erhalten und zu bewahren. Eine Reihe von Publikationen seit dem 19. Jahrhundert nahm sich auch aus diesem Grund der allgemeinen Beschreibung der Naturschönheiten bzw. tiefergehend der Flora und Fauna an. Ebenso fanden geologische Untersuchungen vermehrt statt. Für eine intensive Untersuchung der Beziehungen zwischen Menschen und dem Gebiet der „Stubnitz“, eignen sich in erster Linie archäologische Untersuchungen, die in mehreren Fachpublikationen ab dem 19. Jahrhundert erschienen. Der Heimatforscher Johann Jacob Grümbke legte mit seinen Werken „Streifzüge durch das Rügenland“ (1805) bzw. „Neue und genaue geographisch-statistisch-historische Darstellungen von der Insel und dem Fürstenthum Rügen“ (1819) einen Grundstein für die Rügenforschung und somit auch für die Erforschung der Bewohner in ihrer Beziehung zur Stubnitz. Eine weitere sehr bedeutende Veröffentlichung ist die Publikation des Heimathistorikers und Volkskundlers Alfred Haas „Die Stubbnitz auf Rügen“ aus dem Jahr 1912, in der zum ersten und letzten Mal eine ausführliche Siedlungs- und Nutzungsgeschichte des Gebietes erschien. Besonders wertvoll für eine nähere Betrachtung ist dabei das enthaltene Verzeichnis von Flur- und Ortsnamen. Dieses Buch nimmt sich zum Ziel, die Beziehungen der Menschen zu dem Waldgebiet Stubnitz und der Umgebung näher zu beleuchten bzw. die Geschichte der Besiedlung und Nutzung darzustellen. Wirtschaftliche Nutzungen seit der Erstbesiedlung des heutigen Rügen spielen ebenso eine Rolle wie die aufkommende touristische Entwicklung seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert bis in die heutige Zeit.

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Orts-, Gehöfts- und Wüstungsverzeichnis

  • Beustrin (Wüstung)
  • Bisdamitz
  • Blandow
  • Borrin
  • Buddenhagen
  • Dargast
  • Dwasieden
  • Eichholz (Wüstung)
  • Falkenburg (Wüstung)
  • Flegen (Wüstung)
  • Forellenzucht am Kollicker Bach (Wüstung)
  • Gramvitz (Wüstung)
  • Gross Volksitz und Klein Volksitz
  • Gummanz
  • Hagen
  • Jägerhof
  • Jägerhütte
  • Krenz (Wüstung und Flurname)
  • Krievitz (Wüstung)
  • Lancken
  • Leesenick (Wüstung)
  • Lenzer Katen (Lenz) (Wüstung)
  • Lohme
  • Lubitz (Wüstung)
  • Nardevitz
  • Neddesitz
  • Nipmerow
  • Pluckow (Wüstung)
  • Poissow (teilweise Wüstung)
  • Promoisel
  • Quoltitz (Wüstung)
  • Ranzow
  • Rossin (Wüstung)
  • Rusewase
  • Ryswin, Schulhaus (Wüstung)
  • Salsitz
  • Schlante (Wüstung)
  • Schloon (Wüstung)
  • Schwierenz (teilweise Wüstung)
  • Sehlitz (Wüstung)
  • Sodkaten (Wüstung)
  • Stubbenkammer
  • Svent (Wüstung)
  • Trochendorf (Wüstung)
  • Vietzke
  • Waldhalle
  • Werder
  • Wesselin (Wüstung)
  • Wittenfelde (Wüstung)
Diese aufgeführten Siedlungen und Wüstungen werden im Orts-, Gehöfts- und Wüstungsverzeichnis des Buches behandelt.

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