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Die Wikinger in Böhmen und der Oberlausitz

Es ist sicherlich ungewöhnlich, wenn man die Wikinger als Vorfahren der heutigen Nordeuropäer mit der Oberlausitz in Verbindung bringt. Aber es lässt sich nicht zu leugnen, diese ungestümen und expansiven Nordländer haben vor über 1000 Jahren als Krieger und Händler auch die Gebiete des späteren Böhmens, der Oberlausitz und Schlesiens aufgesucht und dort auch ihre Spuren hinterlassen. Interessant ist auch zu wissen, dass die Wikinger auch schriftlich in Form ihres „Runen-Alphabets“ kommunizieren konnten. Die Wikinger als die überragenden Seefahrer und Seekrieger jener Zeit haben nicht nur die Küsten Europas aufgesucht, sondern auch die Färöer, Island, Grönland und Nordostamerika entdeckt.

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Admiral Karl Rudolf Bromme

Mit der bürgerlich-demokratischen Revolution der Jahre 1848/49 ist das Wirken eines heute kaum noch bekannten Mannes verbunden, der dem deutschen Volk die erste Flotte schuf und ihr erster und zugleich letzter Befehlshaber war: Karl Rudolf Bromme, genannt Brommy (1804 – 1860), aus Leipzig.
In einer bewegten Zeit erblickte er am 10. September 1804 in dem kleinen Ort Anger bei Leipzig (dem heutigen Stadtteil Anger-Crottendorf) als fünftes Kind des dortigen Gerichtsschöffen das Licht der Welt. Die Mutter verstarb bereits 1806, und der Vater, der lange Zeit im Dienst des Professors für geistliche Altertümer an der Leipziger Universität Anton Hermann Klausing gestanden hatte und von diesem ein kleines Gut übereignet bekam, folgte ihr 1808.

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Der „Moischenstein“ bei Ribnitz-Damgarten in Geschichte und Sage

Wer die „Bernsteinstadt“ Ribnitz-Damgarten, das Tor zur Halbinsel Fischland – Darß - Zingst besucht, wird nicht sogleich erfahren, dass sich in ihrer Umgebung nördlich im Ortsteil Langendamm am Ufer des Saaler Boddens im Schilfgürtel ein uralter und geschichtsträchtiger Findling befindet, der einst als Grenzstein zwischen Mecklenburg und Pommern diente Welche Bedeutung der Stein für unsere Vorfahren während der Slawenzeit (600-1200) hatte, wissen wir nicht. Es gibt jedoch Überlegungen, dass er mit dem Ausgang der Schlacht an „Raxa“(Recknitz) am 16. Oktober 955 im Zusammenhang steht, nachdem die Truppen König Ottos I. die vereinten slawischen Obotriten und Lutizen besiegten und demzufolge das frühfeudale Deutsche Reich seine politischen Grenzen weiter nach Osten vorschob.

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Burg Spantekow

Für Geschichts- und Kunstfreunde ist die etwa 15 km südwestlich von Anklam gelegene Burg Spantekow im ehemaligen mittelalterlichen »Land Groswin« etwas Besonderes - ein »historisches Juwel« und »Dornröschenschloss« in Ostvorpommern. Die Burg im Zentrum der Gemeinde Spantekow, von Wall und Graben umgeben, und das Renaissance-Schloss, gehören zu den ältesten Befestigungsanlagen Pommerns überhaupt. Die Burganlage besitzt heute eine umbaute Fläche von 190 x 250 Metern. Burg und Schloss vermitteln dem Kundigen auch heute noch einen Hauch von einstiger Pracht und Größe aus der Zeit des Übergangs vom ausgehenden Mittellalter in die frühe Neuzeit.
In jüngster Zeit inspirierten Architektur und Geschichte, die dunklen Kasematten, das finstere Burgverlies oder der interessante Remter...

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Kloster Stolpe

Im heutigen Landkreis Ostvorpommern entdecken wir Sachzeugen, die die heimatliche Geschichte lebendig werden lassen. Es sind insbesondere die Relikte des ehemaligen Klosters Stolpe, ein romanischer Bau, in der Gemeinde gleichen Namens. Die Geschichte des Klosters reicht über 850 Jahre, bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts, zurück, und es ist somit das älteste Pommerns überhaupt. Das architektonisch wertvolle Bauwerk zieht uns nach wie vor in seinen Bann. An der Klosterruine Stolpe sind bisher zahlreiche denkmalpflegerische Sanierungsmaßnahmen sowohl zu DDR-Zeiten als auch nach der Wiedervereinigung vorgenommen worden. Der Heimatforscher Hermann Scheel (1953, S. 5 f) gab zum Kloster Stolpe folgende Lagebeschreibung: "Nördlich vom Gutshofe, ganz versteckt ...

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Hjørungavåg - Seekrieg der Jomswikinger mit den Norwegern

Aus mehreren nordischen Quellen, die allesamt im 12. und 13.Jh. aufgezeichnet wurden, geht hervor, dass Ende des 10.Jahrhunderts an der Küste Mittelnorwegens eine gewaltige Seeschlacht zwischen Nordländern ausgefochten wurde, darunter die Jomswikinger aus Pommern. Aus dieser Quellenlage und neueren isländischen, norwegischen und deutschen Forschungen lässt sich ableiten, dass diese Schlacht, die in vielen Punkten bis heute kontrovers geblieben ist. Hat sie tatsächlich stattgefunden und eine kurzzeitige militärische Wende innerhalb der nordischen Reiche am Ende des 10.Jh. herbeigeführt? Die Wikingerzeit bildete insgesamt gesehen für die nordischen Völker eine Zeit des Auf- und Umbruchs, die auch das kontinentale Geschehen nicht unwesentlich beeinflusste.

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Der "Marmorlöwe der Wikinger" in Venedig

Es mutet schon seltsam an, dass die Wikinger, wie die germanischen Vorfahren der heutigen Dänen, Schweden, Norweger, Färinger und Isländer allgemein bezeichnet werden, vor und nach der Jahrtausendwende aus dem kühlen Nordeuropa aufbrachen, um den sonnigen Süden Europas - den Mittelmeerraum - zu erkunden und beutehungrig heimzusuchen. Dort hinterließen sie auch verschiedene Spuren. Ein derartiges Relikt verkörpert der Marmorlöwe am Alten Arsenal in Venedig, der abseits des Touristenstromes zu finden ist und den ich in den Mittagsstunden des sehr warmen 20. Juli 1996 in Augenschein nehmen und fotografieren konnte. Der etwa drei Meter hohe, fast zwei Meter lange und auf einem rechteckigen Sockel sitzende tonnenschwere Marmorlöwe...

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Zur Wikinger-Königsschlacht an Pommerns Küste am 9. September 1000

Um die Jahrtausendwende vollzogen sich in Nord - und Mitteleuropa tiefgreifende Veränderungen, die auch die Gebiete des späteren Mecklenburgs und Pommerns nachhaltig beeinflussten. Das wikingerzeitliche Dänemark konnte unter seinem fähigen und energischen Herrscher Sven Gabelbart (986 - 1014) innerhalb der drei skandinavischen Königreiche die Hegemonie erringen und behaupten, zumal sich das Inselreich anscheinend im Zusammenhang mit dem gegen die deutsche Feudalherrschaft gerichteten großen Slawenaufstand der Obotriten und Lutizen zwischen Elbe und Oder 983 der Lehnsoberhoheit vom römisch-deutschen Kaiserreich zu entziehen vermochte. Norwegen war dänischer Vasallenstaat geworden, wobei der zunächst dänenhörige Regent, Jarl Haakon von Lade (971 - 995)...

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Die Jomswikinger vor 1000 Jahren im slawischen Pommern.

Eines der ungelösten Rätsel des frühmittelalterlichen Nordeuropas, insbesondere der Wikingerzeit und des slawischen Pommerns, ist bis heute zweifelsohne die Problematik der Jomswikinger, ihrer Jomsburg und des Gaues Jom in Pommern. Im neuen Buch des Greifswalder Diplomhistorikers Lutz Mohr, geht es erneut um die sagenumwobenen Jomswikinger, die an unseren Küsten ihr zu Hause hatten. Wir begegnen den Jomswikingern immer wieder in der Literatur. Schon in seinem ersten Buch „Die Saga der Jomswikinger“, das im Verlag Edition Pommern erschienen ist, hat der Autor es verstanden, die Geschichte der Jomswikinger glaubhaft zu dokumentieren. Dort beschäftigte er sich ausschließlich mit der Jomsvikingasaga isländischer Herkunft.

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Deutsche kontra Slawen - 1080 Jahre Schlacht bei Lenzen (929 – 2009)

Wer heute die kleine brandenburgische Grenzstadt zu Mecklenburg- Vorpommern - Lenzen - unweit der Eibe im Kreis Prignitz besucht, wird nicht gleich erkennen, dass hier vor knapp 1100 Jahren eine bedeutende Schlacht stattfand, zwischen "den Deutschen" unter König Heinrich I. (919-936) und dem sich der deutschen Unterdrückung widersetzenden slawischen Stamm der Redarier, die hier im Gebiet des späteren Mecklenburg-Strelitz und in der Uckermark ansässig waren. Seit seiner Thronbesteigung 919 verfolgte der römisch-deutsche König Heinrich 1. aus der Dynastie der Sachsen eine harte Politik gegenüber den slawischen Stämmen zwischen Elbe und Oder, die er als äußere Feinde betrachtete. Gleiches galt für die Ungarn, die des Öfteren sein Reich heimsuchten...

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