Home 15. Jahrhundert

1402

Sigismund, Kurfürst von Brandenburg und König von Ungarn, verkauft die Neumark an den Deutschen Ritterorden.

1410

Herzog Kasimir V. von Stettin unterstützt mit 600 Reitern den Deutschen Orden in der Schlacht bei Tannenberg. 

Herzog Bogislaw VIII. von Stolp huldigt dem polnischen König Wladislaw II. Jagiello vor der Marienburg; dafür verspricht dieser ihm Bütow, Hammerstein, Baldenburg, Friedland, Schlochau und Schivelbein auf Lebenszeit.

1412

Pommern führt einen Krieg gegen Brandenburg um die Uckermark.

Herzog Erich I., Sohn Wartislaws VII. von Stolp, Großneffe der Königin Margarete von Dänemark, Norwegen seit 1389 auch von Schweden, ist nach ihrem Tod König der Kalmarer Union (1438).

1417

Auf dem Konzil von Konstanz am 25.5. belehnt Kaiser Sigismund den Herzog Wartislaw IX. mit Wolgast, Barth und Rügen, und Bischof Magnus erhält als selbständiger Reichsfürst das Bistum Cammin zum Lehen. Am 31.05. stellt er Herzog Otto II. und Herzog Kasimiar V. von Stettin einen Lehnsbrief aus.

1420

Brandenburg besiegt in der Schlacht bei Angermünde die pommerschen Herzöge mit ihren verbündeten Dänemark, Mecklenburg, Magdeburg und Polen; Pommern verliert die Uckermark an Brandenburg.

1422

Das Bistum Cammin wird selbständiges Fürstentum.

1425

Am 6.12. wird das Herzogtum Wolgast, das Wartislaw VIII. wieder vereinigt hatte, erneut in die Länder Barth für die Herzöge Barnim VIII. und Swantibor II. und Wolgast für Wartislaw IX. geteilt.

1427

Die Stadt Anklam wird zeitweilig aus der Hanse ausgeschlossen, da Sie sich nicht am 2. Feldzug gegen Dänemark beteiligt.

1433

Die Hussiten verwüsten die Neumark und das östliche Pommern.

1439

Das Land Tempelburg, seit 1312 dem Johanniterorden gehörend, wird zur polnischen Starostei Draheim.

1455

Der Deutsche Ritterorden muss die Neumark an den Markgrafen Friedrich II. von Brandenburg verkaufen.

1456

Der Greifswalder Bürgermeister Heinrich Rubenow gründet zusammen mit Herzog Wartislaw IX. und Bischof Henning Iven die Greifswalder Universität; am 29. 5. erlässt Papst Calixtus III. ihre Stiftungsbulle.

1464

Herzog Otto III. von Stettin stirbt erbenlos; der Stettiner Erbfolgestreit beginnt.

1466

Am 21.1. schließen die Herzöge Erich II. und Wartislaw X. in Soldin einen Vertrag mit Kurfürst Friedrich von Brandenburg, in dem sie das Herzogtum Stettin von ihm für sich und ihre Erben als Lehen nehmen. 

Am 11.10.erhält Herzog Erich II. nach Verhandlungen mit den Söldnerhauptleuten des Deutschen Ritterordens, im Einverständnis mit König Kasimir von Polen, die Schlösser Launburg und Bütow gegen eine Zahlung von 8000 Gulden. 

Im 2. Thorner Frieden verliert der Deutsche Ritterorden Pomerellen an Polen.

1472

Im Prenzlauer Frieden werden Pommern-Wolgast und Pommern-Stettin wiedervereinigt. Kurfürst Albrecht von Brandenburg erhält den Titel und das Wappen des Herzogtums Stettins zugesprochen; die Herzöge Erich II. und Wartislaw X. erhalten das Herzogtum Stettin als brandenburgisches Lehen. Die Uckermark verbleibt bei Brandenburg.

1477

Am 21.9. heiratet Herzog Bogislaw X. Margarete von Brandenburg, Tochter des Kurfürsten Friedrich II.

1478

Nach dem Tod seines Onkels, Herzog Wartislaw X. übernimmt Herzog Bogislaw X. die Herrschaft über ganz Pommern.

1486

Herzog Bogislaw X. bringt in einem Vertrag den Camminer Bischof Benedikt von Waldstein vollständig in seine Abhängigkeit.

1487

Stettin wird zur ständigen Herzogsresidenz.

1491

Am, 2.2. heiratet Herzog Bogislaw X. Anna von Polen, Tochter König Kasimirs. Dieser Ehe gehen fünf Söhne und drei Töchter hervor.

1493

Herzog Bogislaw X. erreicht im Pyritzer Vergleich die Aufhebung des Lehnsempfangs und der Eidleistung von Brandenburg, nicht jedoch die Aufhebung der Eventualerbfolge.

1497

Herzog Bogislaw X. erhält von Papst Alexander VI. das Recht, die Propststellen in den Domkapiteln zu besetzen. 

Infolge des Patronatsrechtes bei zahlreichen Kirchen hat der Herzog ein wichtiges Mitspracherecht bei der Ernennung der Pfarrer.

Durch die Umwandlung des Ablagerechtes in eine ständige Geldzahlung bringt Herzog Bogislaw X. die Feldklöster in seine Abhängigkeit.

 


Home > Pommernkunde > Zeitstrahl > 15. Jahrhundert