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9783939680383 Marianne Wintersteiner   So fang es heimlich an   -Von Hans Fallada zu Hannes Valentin-


So fang es heimlich an
 
Von Hans Fallada zu Hannes Valentin

Marianne Wintersteiner
Herausgeber: Gunnar Müller Waldeck

Edition Pommern
ISBN 978-3-939680-38-3
204 Seiten mit Illustrationen von Regina B. Apitz
€ 17,95 (D)
Broschur
Größe 21 cm x 15 cm




 

Beschreibung

 

Hans Fallada (1893-1947) lernte durch Vermittlung von Ernst Rowohlt1938 die angehende junge Romanautorin Marianne Portisch – später Wintersteiner –(1920 -2003) kennen und betreute ihren ersten Roman.
Eine erste persönliche Begegnung im Kliniksanatorium Hohenlychen wurde der Beginn einer zarten Liebesbeziehung. Seine Ehekrise mit Anna Ditzen, Mutter seiner Kinder, kam dieser Annäherung entgegen, bis die junge Frau aus dem Sudetenland, damals engagierte völkische Jung-Funktionärin, 1944 die Beziehung beendete und die süß-bittere Geschichte in ihrem Inneren vergrub.
Erst um 1975 – Marianne Wintersteiner war eine bekannte und geachtete Autorin zahlreicher Prosaarbeiten und Romane geworden – entschloss sie sich, ihren eigenen "Lebensroman“ nieder zu schreiben: Eine Liebesgeschichte, die sich an die äußeren Abläufe hält, für die Protagonisten jedoch andere Namen wählt. Das Buch erhellt in dichterischer Gestaltung ein wenig bekanntes Kapitel in beider Leben. Auch für sich bevorzugte die Autorin zunächst ein Pseudonym.
Hier erscheint die Geschichte erstmals als Buch und – mit ihrem damals geäußerten Einverständnis – anderthalb Jahrzehnte nach ihrem Tode unter ihrem echten Namen.

Aus dem Buch:

Leseprobe

 

Nachwort (Auszug)


Eine zarte Liebesgeschichte und ein massives Nachwort – passen diezueinander?
Nein, aber es ist dies eine besondere Liebesgeschichte, die bald vierzig Jahre nach ihrem Erst-Erscheinen 1978/79 als Fortsetzungsroman in einem österreichischen Provinzblatt nun hier erstmals in Buchform vorgelegt wird.
Sogar der Verfassernamen hat sich geändert. Und da bedarf es schon einiger erklärender Worte, zumal diese poetische Schöpfung ganz im Authentisch-Autobiographischen gründet, wobei die entsprechenden Ereignisse ihrerseits beim Zeitungserstabdruck ebenfalls vierzig Jahre zurück lagen.
Wann das Manuskript selbst entstand und wie lange es vorher bereits im Schreibtisch der Autorin lag, ist nicht bekannt. Die Autorin spricht von „an der Schwelle des Alters“, also um 1970. Seit der Episode selbst sind inzwischen achtzig Jahre vergangen, und das ist ein ganzes langes Menschenleben… Das Besondere aber bleibt, dass der vielbehandelte, unterschiedlich bewertete, oft geschmähte, oft gerühmte Romancier Hans Fallada, mit bürgerlichem Namen Rudolf Ditzen, dem Leser hier erstmals als Romanfigur, also „gedichtet“, gegenübertritt und dass die Partnerin dieser Begegnung die Autorin selbst ist, bei diesem Selbstporträt immer in dritter Person erscheint und nun mit ihrem eigentlichen Namen: Marianne Wintersteiner (seinerzeit unter Pseudonym!) vor das Publikum tritt, vierzehn Jahre nach ihrem Tode im Jahre 2003. Warum das Versteckspiel? Sie hat es selbst gesagt: Aus Familienrücksichten, und sie hat hinzugefügt, dass diese „später“ und das hieß: nach ihrem Tode keine Rolle mehr spielen sollten.

Marianne Wintersteiner, geboren am 20. Februar 1920 in Mährisch-Schönberg, hat seit den siebziger Jahren eine Vielzahl sorgfältig recherchierter biografischer Romane über berühmte Frauen geschrieben (u.a. über Katharina von Bora, Lola Montez, Bertha von Suttner, Anna Magdalena Bach, Lou von Salomé), Kinderbücher, Erzählungen, Heimatromane und eine Romanfolge über die eigene Familiengeschichte („Und freundlich lächelt der Morgen“, „Katzengold“, „Alles ist Wiederkehr“, „Maries Seidenschuh“). Am Anfang aber stand der Band „Ein Schloss in Mähren“, ein Band – besser: ein Manuskript – das sie schicksalhaft mit Fallada in Verbindung brachte. Geboren als Marianne Portisch in Mährisch-Schönberg/Sudetenland besuchte sie eine sudentendeutsche Sportschule und avancierte bald zur verantwortlichen Redakteurin der „Jungmädel“-Zeitschrift der sudetendeutschen Jugend mit dem Titel „Mädel, komm mit“.
... (gekürzt)

Gunnar Müller-Waldeck           Greifswald, April 2017

 





 
 
 

 


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