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Gunnar Müller-Waldeck: Der Wilde von den Sandwichinseln   Unterhaltsames über Dichter, Denker, Strategen und Haudegen in Mecklenburg und Vorpommern


Der Wilde von den Sandwichinseln
 
Unterhaltsames über Dichter, Denker, Strategen und Haudegen
in Mecklenburg und Vorpommern

Gunnar Müller-Waldeck

Edition Pommern
ISBN 978-3-939680-19-2
232 Seiten mit zahlreichen Abbildungen
€ 19,90 (D)
Broschur
Größe 21 cm x 15 cm




 

Beschreibung

 

Was in der Tagespresse vorüberrauscht und im günstigsten Falle am Frühstückstisch oder als rasche Nachttisch-Lektüre kurze Aufmerksamkeit findet, kommt in der Regel umgehend in die Ablage, bis es – im Zeitungsbündel den Weg allen Recyclings geht. Dabei hätte sich mancher manches nochmals vorgenommen, abermals gelesen oder erneut nachgeschaut.
Gunnar Müller-Waldeck möchte mit diesem Band gesammelter Feuilletons alle einladen, die an einem Streifzug mit kulturhistorischen Personen und Ereignissen durch Mecklenburg und Vorpommern interessiert sind. Eine Vielzahl von Personen taucht vor unserem geistigen Auge auf, und wir erleben Ihre Verbindung zu Mecklenburg und Vorpommern. Es reicht von Erlebnissen und Spuren der schreibenden Zunft bis hin zu schaurigen Ereignissen. Der Hauptmann von Köpenick ist genauso mit unserm Bundesland verbunden wie z.B. der Mörder Woyzeck.Lassen Sie sich überraschen von den reichhaltigen Facetten der Darstellung und erleben sie die lockere-leichte Art des Geschriebenen.
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Aus dem Buch:

Vorwort 

In einem Herbarium kommt über Jahre allerhand an unterschiedlichsten Pflanzen und Blättern zusammen. Was in der Botanisiertrommel in Wald und Flur gesammelt wurde, erscheint dann aufbereitet, sortiert, gruppiert – darunter viele Blätter und Blättchen, und nichts anders meint der französische Begriff „Feuilleton“ – freilich auf das Papierblättchen bezogen, das bedruckte, unterhaltsame.
Dies war der Grundgedanke des vorliegenden Bandes: Was in der Tagespresse vorüber rauscht und im günstigsten Falle am Frühstückstisch oder als rasche Nachttisch-Lektüre kurze Aufmerksamkeit findet, kommt in der Regel umgehend in die Ablage, bis es – im Zeitungsbündel den Weg allen Recyclings geht. Dabei hätte sich mancher manches nochmals vorgenommen,
abermals gelesen oder erneut nachgeschaut.

Hinzu kommt der im Presse-Tagesgeschäft nötige Zwang zur Verknappung:
Der Autor liebt seine Einfälle.
Der Redakteur sagt : „Kürzen!“
Der Autor sagt: „Nur dieses Glanzlicht noch!“
Der Redakteur sagt: „Nein! Kürzen!“
Der Autor vermag es nicht.
Der Redakteur macht es …

Also ein Buch. Es hat den größeren Atem, man kann als Autor ohne 
Weitschweifigkeit etwas stärker ausgreifen, man kann als Leser nachblättern, man kann bei der Lektüre pausieren.
Die hier versammelten Arbeiten sind größtenteils aus langjähriger Pressetätigkeit hervorgegangen – wenige Ergänzungen kommen aus bereits verstreut Publiziertem.
Der Ansatz bleibt das Feuilleton, die locker-leichte Art, sich schreibend mit der Prominenz oder mit Teilaspekten ihres Schaffens zu befassen. Auch die essayistische Annäherung ist aufzufinden, also der etwas umfassendere Versuch, seinen Gegenstand darzustellen.
Feuilleton – das heißt für den Schreiber auch: Teilaspekte betonend, der Seiten-Einstieg ins Thema, den leserfreundlichen Aufhänger zu finden. Es heißt jedenfalls nie: Lexikon-Ersatz, Vollständigkeit, Gesamtüberblick. Das gilt für den einzelnen Beitrag wie für den Gesamt-Band, der keine „andere Literaturgeschichte“ sein will: Wer eine systematisch-komplette Überblicksdarstellung sucht, ist hier am falschen Ort: Die subjektive Auswahl herrscht vor, das Punktuelle, Unvollständige…. Wer seine Lieblinge vermisst, kann getröstet werden: Die Arbeit geht weiter, bleiben aber wird: Der Mut zur Lücke, das vagabundierende Flanieren, der Spaziergang als Prinzip: Nie kann, wird und will man dabei durch alle Straßen kommen.
Und die Illustrationen? Auch dies der Vorteil eines Buches, denn so asketisch wie in der Zeitung muss es hier nicht bleiben: Porträts, Städtebilder Landschaften.
All das soll Appetit machen zu eigenen, realen Spaziergängen durchs Land mit aufmerksamem Blick und großer Aufgeschlossenheit.
In diesem Sinne will der Band eine Einladung sein zu kulturhistorischen Streifzügen durchs Küstenland – Heimat für viele, Sommerrefugium für unzählige, für den Neuling und für den/die schon ewige(n) Liebhaber/in dieses Landstrichs am Meer. Damit aber nicht genug. Nach diesem umfangreichen Band mit Persönlichkeiten geht das Sammeln weiter. Ein zweites „Herbarium“ ist geplant.
Es warten noch Orte, Szenen in Landschaften und Verschwundenes auf den Neugierigen.
Gunnar Müller-Waldeck
 

Inhalt

Inhalt
Vorwort        
            
I. Personen, Menschen, Leute
Reichsritter und Landflüchtiger:
Ulrich von Hutten an der Ostseeküste (1488-1523) 

Zur Lehre, Warnung und Vermahnung:
Bartholomäus Sastrow (1520- 1603) 

Ein Wunder ihrer Zeit: Sibylla Schwarz (1621-1638) 

Neues aus See- und Luftfahrt:
Emanuel von Swedenborg (1688-1772) 

Der schwebende General:
Kurt Christoph von Schwerin (1684-1757) 

Erhabenes und Plattdeutsches:
Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803) 

Theologe der Aufklärung:
Johann Joachim Spalding (1714-1804) 

Ein Star seiner Zeit: Johann Christian Brandes (1735-1799) 

Der Dichter Rügens:
Gotthard Theobul Kosegarten (1758-1818) 

Querdenker und radikaler Poet:
Thomas Thorild (1759 -1808) 

Ein Sachse in Mecklenburg:
Johann Christoph Sachse (1761-1822) 

Ein Greifswalder Gast: Wilhelm von Humboldt (1767-1835) 

Ein knorriger Widerspruch:
Ernst Moritz Arndt (1769-1860) 

Vivat für den königlichen Kammerherrn!
Alexander von Humboldt (1769- 1859) 

Aus Wusterhusen: Karl Gottlieb Lappe (1773-1843) 

Zwischen Falun und Ludwigslust:
Gotthilf Heinrich von Schubert (1780-1860) 

Ein Orakel der Gelehrsamkeit:
Gottlieb Christian Mohnike (1781-1841) 

Der „Theatergraf“ und sein Vater:
Graf Carl Hahn-Neuhaus und sein Vater Reichsgraf Friedrich II. 

„Der Wilde von den Sandwichinseln“
Adelbert von Chamisso ( 1781-1838) 

Ein Schwede auf der Durchreise:
Per Daniel Amadeus Atterbom (1790-1855) 

Pfarrer und Poet dazu: Wilhelm Meinhold (1797-1851) 

Von Marx bis Bismarck: Arnold Ruge (1802-1880) 

Schriftstellerin und Konvertitin:
Ida Hahn-Hahn (1805-1880) 

Ein „Brennglas“ wird 200!
Adolf Glassbrenner (1810-1876) 

„Fritzing” und der Greifswalder Epistelberg:
Fritz Reuter (1810-1874) 

„Mehr heimisch in Bagdad als im Lande Mecklenburg“:
Adolf Friedrich von Schack (1815-1894) 

Der „Mecklenburger“ und Küsten-Mensch:
Theodor Fontane (1819-1898) 

En poar Blomen ut ehren Goarn:
Alwine Wuthenow (1820-1908) 

Der Troja-Archäologe: Heinrich Schliemann (1822 —1890) 

Ein interessanter „Vergessener“:
Friedrich Spielhagen (1829-1911) 

Der botanisierende Dichter: Johannes Trojan (1837-1915) 

Ingenieur, Botaniker, Dichter: Heinrich Seidel (1842-1906) 

„Der Oelgötz” und „Frisch Salat“:
Heinrich Bandlow (1855-1933) 

Der Traum vom Dichter:
Carl Ludwig Schleich (1859-1922) 

Ein Brausekopf von jungem Dichter:
Richard Dehmel (1863-1920) 

Zu Hause auf der Heide: Hermann Löns (1866-1914) 

Häufiger Badegast auf Usedom:
Hedwig Courths-Mahler (1867-1950) 

Der viel Rezitierte: Rudolf Tarnow (1867-1933) 
 
Der Autor Mongré oder Der Mathematiker als Musensohn:
Felix Hausdorff (1868-1942) 

Martin Andersen-Nexö (1869-1954) 

Der Wahl-Güstrower: Ernst Barlach (1870-1938) 

„Die mangelhafte Stütze“:
Eduard von Winterstein (1871-1961) 

Die Ostseewellen: Martha Müller-Grählert (1876-1939) 

Der Heide aus Biesenbrow: Ehm Welk (1884-1966) 

Der Bote aus Wieck: Oskar Kanehl (1888-1929) 

Start am Rostocker Theater: Curt Goetz (1888-1960) 

„Raubritter der Feder”: Richard Huelsenbeck (1892-1974) 

„...zur Zeit in Wassersnot“: Hans Fallada (1893-1947) 

Einsamer Außenseiter: Hans Henny Jahnn (1894-1959) 

Winterreise durch Greifswald: Arnolt Bronnen (1895-1959) 

Der Ehrendoktor: Bertolt Brecht (1898-1956) 

In Annaburg: Wolfgang Koeppen (1906-1996) 

Der Usedom-Insulaner: Hans Werner Richter (1908-1993) 

Ein Künstler im Aufbruch: Dieter Waldmann (1926-1971) 


II. „Fälle“, Vorkommnisse, Ereignisse
Ein Jubiläum für Schwedens “Blaues Band”– der Götakanal:
Baltzar von Platen 

„..doch am traurigsten erging es der Elvira Madigan“ 

Eine Uniform und ein Einfall : Der Hauptmann von Köpenick 

Vater Fontane und der Mörder Mohr aus Wolgast 

Friseur, Soldat, Mörder: Johann Christian Woyzeck (1780 - 1824) 

Die Tapferkeit im Liede – Literatur um Befreiungskriegshelden
in Mecklenburg und Vorpommern 

Per Vogelflug von Schweden nach Usedom: Nils Holgersson 

Gedenken für C.D.F.
Neuenkirchen – Damaskus:
Mythische Topographie bei Wolfgang Koeppen 


Pressespiegel

 


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